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Der Findling in Sandhatten

Der Findling in Sandhatten

Von Karl-Heinz Wesemann Foto Gisela Wesemann  2.6.2012

Der Findling von Sandhatten wurde 1996 bei Bauarbeiten für ein Wohnhaus am Bergweg, ca. 300 Meter von hier entfernt, im Boden eingesenkt, gefunden. 

Mit 22 Tonnen und 10,2 Meter Umfang ist er ein bedeutendes Dokument der Naturgeschichte unserer Region. Mehrere Eiszeiten formten die Landschaft und bildeten die Böden. Mit Gletschern aus Skandinavien kamen auch größere Mengen von Gesteinen, die von den Eismassen hierher getragen wurden. Dieser Stein hat demnach eine Reise von etwa tausend Kilometer hinter sich. Wie die wissenschaftliche Analyse zeigt, stammt er aus dem sogenannten Transskandinavischen Magmagürtel.. Diese Zone erstreckt sich vom östlichen Mittelschweden bis nach Finnland und enthält die sogenannten Granitoide. Er ist stark angewittert. Wahrscheinlich gelangte er während der Saale-Eiszeit zu uns, deren Gletscher sich vor 125.000 bis 235.000 Jahren in mehreren Vorstößen über die heutige Region Weser- Ems schoben. (Quelle: Hinweisschild am Stein) Wir waren mit der Kamera dabei als er vor einigen Jahren seinem Platz übergeben wurde.

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